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Constantin Swiridoff

 Vita

Constantin Swiridoff (*1961) ist Verleger und Publizist. Seine frühen Erfahrungen im Austausch mit einigen der führenden Köpfe im deutschen Sprachraum sowie mehr als 30 Jahre Tätigkeit als Journalist und Kreativdirektor, als Strategieberater und Impulsgeber für Unternehmen und Agenturen sowie als Berater in den Bereichen Public Relations, Marketing und Kommunikation führten ihn 2017 zur Gründung des Instituts für Unternehmensbiografien. Schwerpunkt seines Interesses sind die prägenden Persönlichkeiten und Einflussfaktoren erfolgreicher Unternehmen und Projekte sowie deren anschauliche Vermittlung in Wort und Bild im Rahmen hochwertiger Medien- bzw. zumeist Buchproduktionen. Fast grenzenlose Neugier, die Lust am Entdecken und Verstehen, unabhängiges Denken sowie die Leidenschaft für exzellentes Tun sind seine wichtigsten Antreiber.

Swiridoff spricht fünf Sprachen (D, GB, F, I, E) und lebt mit seiner Frau in der Schweiz am Bodensee. Er ist Vater von vier Kindern, kocht leidenschaftlich gerne, liest viel, sammelt Kunst und reist außerhalb seiner beruflichen Tätigkeit immer noch viel zu wenig.

Prägung

 

Constantin Swiridoff wurde in einen eher unkonventionellen Künstler- und Unternehmerhaushalt hineingeboren: Als Sohn des bekannten Fotografen, Journalisten und Verlegers Paul Swiridoff und seiner im Unternehmen in gleicher Weise engagierten Ehefrau Renate, waren ihm durch seine Eltern schon früh sowohl gelegentliche Sorgen und Nöte selbstständiger Unternehmer genauso vertraut wie ein insgesamt sehr wohlsituierter Alltag; Phasen leidenschaftlicher Arbeit buchstäblich bis an die Grenzen des Möglichen genauso wie kreative Phasen des neu Entdeckens.

Die führenden Künstler, Intellektuellen, Wissenschaftler, Unternehmer und Politiker im Nachkriegs-Deutschland von der Adenauer-Zeit bis zum Ende der Ära Kohl gingen zuhause ein und aus. Absolute Verschwiegenheit und unbedingte Loyalität buchstäblich über den Tod hinaus waren – neben dem intellektuellen Rang und der schöpferischen Klasse – die wichtigsten Schlüssel zum Vertrauen dieser ohnehin ständig im Rampenlicht stehenden Persönlichkeiten. Und vor allem bei Unternehmern und Politikern war es nicht ungewöhlich, wenn diese bei Besuchen durch eine Entourage von Sicherheitsbeamten begleitet wurden. Diese selbstverständlichen Begegnungen mit sogenannten Prominenten einerseits und dem ehrlich empfundenen Respekt vor dem Einzelnen und dessen Lebensleistung andererseits waren für ihn genau so prägend wie der – anfangs eher kindlich neugierige, später jugendlich forsche, fordernde und manchmal herausfordernde – Austausch zu ganz persönlichen Themen oder auch den großen Fragen des Lebens. Von der fehlenden Krone des schwedischen Königs Carl Gustav beim Mittagessen in einem Lokal in Rom („der ist ja gar kein König, der hat ja gar keine Krone auf“) über die Frage wann Kunst tatsächlich Kunst ist (u.a. mit Hap Grieshaber, Robert Jacobsen und Alfred Hrdlicka) bis hin zu Fragen der Unternehmensführung (u.a. mit Wolfgang Grupp, Bruno Tietz und Reinhold Würth) oder dem Stellenwert von Humor in der Politik (u.a. mit Helmut Kohl, Wolfgang Thierse, Erwin Teufel und Egon Bahr) und schließlich bis zum allumfassenden Weltethos (mit Hans Küng).

Die Begegnung des Vaters mit dem Unternehmer Reinhold Würth hatte eine für beide lebenslang währende Freundschaft begründet und wurde auch für Constantin Swiridoff in mehrerlei Hinsicht prägend: Zum einen wurde seine Faszination für den „Organismus Unternehmen“ geweckt und der Grundstein für sein Verständnis integrierter Kommunikation gelegt, zum anderen waren die intensive Beobachtung aus nächster Nähe der entscheidenden Wachstumsphase des Würth-Konzerns der beste Anschauungsunterricht in erfolgreicher Unternehmensführung. Und schließlich entpuppte sich die Begleitung in der Kommunikationsarbeit des schon früh global ausgerichteten Unternehmens über unzählige internationale Weiterbildungs- und Managementveranstaltungen als eine einzige langjährige Hochschulveranstaltung auf allerhöchstem Niveau.

Aufbruch und Findung

(1979 – 1985)

1979
Aufgrund Trennung der Eltern spontanes Engagement im elterlichen Verlag als „Mädchen für alles“: Assistenz, Redaktion, Projektleitung, Schlussredaktion, u.a. bei einem großen Kundenmagazin (szt. bis zu 750 Tsd. Auflage/Ausgabe, 12 Sprachen, 25 Länderversionen).

 

1980
Eintritt als Gesellschafter in die Verlag Paul Swiridoff GmbH (Schwerpunkt Bildbände und Corporate Publishing). Übernahme weiterer Aufgaben, insbesondere in den Bereichen Text, Koordination und Produktion. Beginn der journalistischen Arbeit mit Foto-Reportagen in Unternehmen im In- und Ausland. Erste eigene vollverantwortliche Produktion einer umfangreichen Publikation. Aufnahme in den Deutschen Journalisten Verband (DJV).

 

1981
Abitur. Neben Fortführung der Aufgaben im Verlag Beginn eines Jurastudiums in Heidelberg, eher aus Verlegenheit denn aus Neigung. Praktika in Grafischen Betrieben und Druckereien.

 

1982
Neben dem Studium Beginn eines allgemeinen Unternehmenspraktikums in Frankreich. „Zufälliger“ Start dort in der Werbeabteilung. Parallel weiterhin unterstützend im elterlichen Verlag tätig. Start der Mitarbeit im Arbeitskreis Pressesprecher im Verband der Verlage und Buchhandlungen (bis 1990).

 

1983
Nach Abschluss des Praktikums Einstellung als Werbeleiter in demselben Unternehmen in Frankreich (szt. 100 Mio. FF Jahresumsatz). Abbruch des Studiums.

 

1984
Aufgrund inhaltlicher und zunehmend auch familiärer Differenzen Rückzug aus der Mitarbeit im elterlichen Verlag. Bis Ende 1998 dennoch sporadisch unterstützend für Paul Swiridoff tätig, insbesondere bei seinem letzten großen Bildband „Gesichter einer Epoche“.

 

1985
Wehrdienst.

360°- Kommunikation leben

(1986 – 2016)

1986
Beginn der selbstständigen Tätigkeit als Kommunikations- und Marketingberater, Schwerpunkt 360°-Kommunikation mit Fokus auf Inhalten und Nutzen für die Zielgruppe (heute: Content Marketing). Kunden u.a. DVA, Recaro Aircraft Seating, Würth.

 

1993
Initiator der Arbeitsgemeinschaft „Pennco“: Aufbau und Führung einer europaweiten Fachhandelskooperation im hochpreisigen Betten-Fachhandel mit über 300 Fachhändlern sowie renommierten Unternehmen und Marken, u.a. Matra AG („Swissflex“), Christian Fischbacher, Dauny u.v.a..

 

1997
Start eines der ersten und komplett in Eigenregie entwickelten Kundenkarten-Programme im deutschen Einzelhandel. Erste flächendeckende und sehr erfolgreiche „Couponing-Kampagnen“ in Deutschland (lange bevor der Begriff in den DACH-Märkten überhaupt bekannt war).

 

1999
Übersiedlung von Schwäbisch Hall nach München. Einstieg als Creative Director Text und Konzeption sowie als operativer Geschäftsführer der Münchner geva-agentur, eines Tochterunternehmens des geva-instituts. Schwerpunkte Jugendmarketing, interne Kommunikation, Personalmarketing, Employer Branding, Business Development und Medienkooperationen sowie Buchveröffentlichungen. Kunden von Allianz über Audi, BMW, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, Deutsche Bank u.v.a. bis RBG Rechenzentrale Bayerischer Genossenschaften und Zumtobel. Daneben weiterhin selbstständig beratende Tätigkeit.

 

2002
Ausstieg aus der geva-agentur und erneuter Ausbau der selbstständigen Beratungstätigkeit. Daneben Gründung, Aufbau und Leitung des Regionalbüro München von djd, Deutsche Journalisten Dienste, bis heute Marktführer im Bereich Publikums-PR in Deutschland. Kunden von Essex und Hexal über Minotel und Novartis bis hin zu Organon und Pleon.

 

2004
Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer der Münchner Onpact Corporate Communications GmbH (heute Süddeutscher Verlag Onpact bzw. seit 2016 SZ Scala) mit dem Schwerpunkt Corporate Publishing und Content Marketing. Vielfach mit dem Best of Corporate Publishing Award ausgezeichnete Publikationen.

 

2008
Beginn der Entwicklung des kompletten Neuauftritts unter neu entwickeltem, einheitlichem Namen eines börsennotierten Schweizer Pharmaunternehmens mit mehreren zugekauften Tochterunternehmen in enger Zusammenarbeit mit einem der Vorstände des Unternehmensverbunds. Begleitung, Beratung und Realisation der kompletten weltweiten Marketing-Kommunikation B2B und B2C der Acino AG bis Ende 2015. Markteinführung eines innovativen Ankerprodukts (Immunologie) der UCB Pharma in Deutschland.

 

2013
Nachdem der Gründer, Alleingesellschafter und Visionär der djd Deutsche Journalisten Dienste, Uwe Still, das Unternehmen aus Altersgründen verkauft, Beendigung der Zusammenarbeit und Übergabe des djd Regionalbüro München. Übernahme weiterer Beratungsmandate in den Bereichen Pharma, Immobilienwirtschaft, Finanzen und Bildung. Übernahme der Geschäftsführung des Magellan Verlags in Wien, Verlag für Kultur und Wirtschaft, Schwerpunkt Corporate Publishing und Content Marketing.

 

2015
Über die Anfrage eines ehemaligen Kollegen und Studiengangsleiters erstmals Zugang zu Studenten und Spaß daran gefunden, Wissen in dieser Form weiter zu geben. Beginn der Tätigkeit als Gastdozent an der DHBW Duale Hochschule Baden Württemberg in den Bereichen Corporate Publishing und Employer Branding.

Zurück zu den Wurzeln – Essenz destillieren

(seit 2016)

2016
Abschluss eines aufwändigen Buchprojekts zur illustrierten Würdigung eines Unternehmens und damit des Lebenswerks seines Gründers.

 

2017
Erwerb des Magellan Verlags in Wien, Neuausrichtung der Verlagstätigkeit, Gründung des Instituts für Unternehmensbiografien. Daneben Weiterführung einiger ausgewählter Beratungsmandate.

 

2019
Vollständige Übersiedlung in die Schweiz, Ausgründung des Instituts für Unternehmensbiografien als nunmehr komplett eigenständiges Unternehmen.
 
 
 

Engagements / Mitgliedschaften in Verbänden

 

  • Arbeitskreis Pressesprecher im Verband der Verlage und Buchhandlungen (1982 – 1990)
  • Deutscher bzw. Bayerischer Journalisten-Verband (DJV/BJV, seit 1980)
  • Deutscher Kommunikationsverband (BDW, 1986 – 2015)
  • Deutsche Marketing Vereinigung (DMV), Marketingclubs Heilbronn und München (1985 – 2017)
  • Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG, seit 1986)